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Die Notwendigkeit einer Schulbegleitung wurde begrüßenswerterweise im benannten Expertenpapier bereits festgehalten. Doch es war leider ein trügerisches Gefühl, dass sich diese Erkenntnis auch in den Behörden endlich durchgesetzt hat.

Leider gibt es immer noch zu viele Städte/Kreise, die den Eltern bei der Beantragung Steine in den ohnehin beschwerlichen Weg legen. Und noch bedenklicher: In Anbetracht der akutellen Finanzkrise wird an dieser Stelle gerade gedankenlos der Rotstift angesetzt.

Wie ein gelähmtes Kind einen Rollstuhl braucht, um am Leben teilzuhaben, brauchen viele autistische Kinder einen Integrationshelfer, der ihnen die Brücken in die fremde Welt baut und sie in der Fremdsprache "soziale Interaktion" schult. Menschen lassen sich am leichtesten davon beeindrucken, was sie mit ihren Augen sehen können und sich schnell erschließt. Warum ein gelähmtes Kind einen Rollstuhl braucht, ist sichtbar und erschließt sich sofort.

Die Arbeit des Integrationshelfers ist wesentlich diffiziler. Und wenn man sich die derzeitige austismusspezifische NICHT-Ausbildung sieht, zeigt dass, wie wenig das den Verantwortlichen bewusst ist.


  • Einerseits ein profundes Wissen über das Störungsbild aneignen, andererseits sich offen in die total unbekannte fremde Welt eines autistischen Menschen einfinden
  • Die Welt durch seine Augen sehen, um unpassende Rahmenbedingungen aufzudecken und anzusprechen
  • Fit in Methoden sein, seine Aufmerksamkeit und Motiviation zu wecken und halten
  • Fit sein in den Methoden effektiven Verstärkens
  • Psychologisch-Soziale Kenntnisse anwenden können, um den autistischen Schüler in seine "Mitschüler-Welt (Peer-Group)" soweit es möglich ist zu integrieren
  • Wissen, wann man unterstützend eingreifen, wann man sich dezent zurückziehen muss
  • Sich in das interdisziplinäre Team im Schulsystem und den Eltern integrieren, seine Rolle kennen und ausfüllen


Unabdingbares Ziel: Systematische Professionalisierung des Integrationshelfers für autistische Kinder.

  • Schulung in den o.g. Aspekten
  • In Anbetracht dieser notwendigen Investitionen sollte der Einsatz der Schulbegleiter entsprechend geplant und umgesetzt werden.
  • Denkbar wäre z. B. ein Pool an Integrationshelfer pro Schule, die fest dort eingebunden sind.


Es sollte eine Vernetzung aller Schulbegleiter geben, um von den gemeinsamen Erfahrungen zu profitieren und zu erkennen, wo es weiteren Optimierungsbedarf gibt.

Plan: Einrichtung eines Internet-Portals mit folgenden Angeboten:

  • Kompakt alle notwendigen Fach-Informationen
  • Angebote zu Schulungen bzgl. autistischer Besonderheiten und Methoden (ABA/VB + TEACCH,…)
  • Offener Erfahrungsaustausch zwischen allen Schulbegleitern
  • „Vermittlungsbörse“ von Schulbegleitern


Dann schreiben Sie doch in das Ideenbuch Ihre Erfahrungen und Anregungen!