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Die Kultusministerkonferenz hat im Jahr 2000 „Empfehlungen zur Erziehung und Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit autistischem Verhalten“ herausgegeben.
=> Es ist sehr begrüßenswert, dass die Bedürfnisse autistischer Schüler schriftlich festgehalten wurden. Aber WIE man sie konkret umsetzen kann (z. B. „Individuelle Pädagogik“ oder „ Es müssen die notwendigen sächlichen, räumlichen und personellen Voraussetzungen gegeben sein.“) bleibt ein ungelöstes Vakuum. Dieses ist sicher dem Umstand anzulasten, dass die Empfehlung zwangsläufig dem föderalen Gedanken Rechnung tragen musste. Immerhin wird klar, dass die Forderungen einen deutlich gestiegen Aus- und Fortbildungsbedarf aller Lehrer bedingen. Ferner wird deutlich, dass die Ausformulierung von konkreten Umsetzungsmöglichkeiten auf Landesebene der zwingend nächste Schritt in diesem Prozess ist.

KMK


Was sagt das Schulministerium NRW dazu?

„Aufgrund ihres besonderen Förderbedarfs benötigen die Schülerinnen und Schüler eine Lernumgebung, die ihnen ein hohes Maß an Vorhersehbarkeit, Verlässlichkeit, Eindeutigkeit und Konstanz hinsichtlich personeller, räumlicher und zeitlicher Bedingungen ermöglicht. Hierzu gehören ein eindeutiges Erziehungsverhalten, ein vertrauter Lernplatz in möglichst reizarmer Umgebung, verlässliche Rückzugsmöglichkeit in Unterrichts- und Pausenzeiten sowie bei Bedarf Hilfen zur Orientierung im Schulgebäude.“ (Quelle: www.schulministerium.nrw.de)

Auch hier tauchen sie wieder auf: Die Rahmenbedingungen, die zwar notwendig, aber nicht bindend sind... . Gute Ansätze in der Theorie, doch diese Art von Beschreibungen bieten dem hilfesuchenden Pädagogen wenig Unterstützung, denn was genau soll er sich z. B. unter dem Begriff „eindeutiges Erziehungsverhalten“ vorstellen?

Das könnte konkret in den Sonderpädagogischen Richtlinien des Schulministeriums NRW beschrieben sein:
Das Werk „Rahmenvorgaben und Richtlinien für die Sonderpädagogische Förderung in Schulen des Landes  Nordrhein-Westfalen“ (Entwurf 02/2001) beinhaltet eine Rahmenvorgabe für Sonderpädagogische Förderung, sowie Richtlinien für die einzelnen Förderschwerpunkten, welche explizit der Konkretisierung dienen sollen. Ein Förderschwerpunkt Autismus ist hier nicht ausformuliert, Richtlinien hierfür schienen aber zumindest geplant:
Die „Verordnung über die sonderpädagogische Förderung, den Hausunterricht und Schule für Kranke“ besagt in Paragraph 36 Absatz 3: „Das Ministerium erlässt ergänzende Richtlinien für die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Autismus“ (Erstellt 04/2005, zuletzt geändert 11/2008, Stand 07/2009)

Fachberatung Autismus an Schulen in NRW
Bezirksregierung Köln hat seit 2001 eine bezirksweite „Fachberatung Autismus“ eingerichtet, analoge Einrichtungen in den anderen vier Regierungsbezirken in NRW sind im Internet nicht zu finden, aber zum Teil im Aufbau. Die Fachberaterstrukturen existieren auf Landes-, Bezirks- und Schulamtsebene. Landeskoordinatorin ist Frau Bea Küpperfahrenberg.

Kompetenzteams NRW
 „Fortbildung für eigenverantwortliche Schulen ist künftig stärker schul- und ortsnah organisiert. Deshalb hat das Schulministerium die neuen „Kompetenzteams NRW" eingerichtet. In ihnen finden Schulen aller Schulformen in den 54 Kreisen und kreisfreien Städten kompetente Ansprechpartnerinnen und -partner für ihre Fortbildung.“
=> Nicht in allen Kreisen bzw. Städten finden sich hier Ansprechpartner für Autismus.
      
Expertenpapier „Kommunale verbandliche und schulische Praxis zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Autismus durch Integrationsassistenz“
2005 hat ein interdisziplinär besetzter Expertenkreis das Papier erarbeitet. Hier geht es um eine einheitlich geregelte Vorgehensweise zur Beantragung eines Schulbegleiters, weil dessen Existenz als häufig notwendige Hilfe für autistische Schüler erkannt ist.

Arbeitshilfe_LVR


Seit 2007 wirbt das Schulministeriums NRW mit dem Konzept: „Kompetenzzentrum Sonderpädagogische Förderung“ „Ein weiterer Baustein der Konzeption "individuelle Förderung" ist, dass die Schulträger zukünftig die Möglichkeit haben werden, Förderschulen zu Kompetenzzentren für die sonderpädagogische Förderung auszubauen. Diese werden die Leistungen der Förderschulen durch andere Angebote zur Diagnose, Beratung und ortsnahen präventiven Förderung ergänzen (§ 20).“ Das Konzept bezieht alle Förderschwerpunkte mit ein, Autismus findet hier keine Erwähnung!